MERRY X-MAS!

24 Dezember, 2008

MERRY X MAS

Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest und ganz besonders die Fähigkeit, genau zu erkennen, was es wert ist, Weihnachten mit den Menschen zu verbringen, die um euch sind! Euer Simeon

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4 freaks traveling

24 Dezember, 2008

Good bye guys!

On the coast!

18 Dezember, 2008

Picknick Bay

Picknick Bay

Der Zweite Teil meiner Reise mit Florian, Steffen, Or und dem Nissan Patrol führte dann von Omeo in den Süden an die Küste! Entlang der selben besuchten wir den 90 Mile Beach der 144km lang ist und Zelteten auf einer Campingarea direkt am Strand! Naja, leider war unsere Vorstellung von direkt am Strand nicht in einem Stück Wald hinter dem Deich! Man konnte aber immerhin das Meer rauschen hören von Zelt aus! Am nächsten Tag sind wir dann Stundenlang den Strand zurückgelaufen um ein „Schiffsfrack“ zu bestaunen das so langweilig war wie man es sich nicht vorstellen kann! Ich meine ein Frack ist kein Schiff mehr, okay! Aber das was man da sah, hätte genau so gut ein verrostetes Blechstück sein können! Nichts, aber auch gar nichts, hat an Schiffsform oder Größe erinnert! Naja weiter ging dann die Reise in den Wilsons Promontorie National Park, der super schön ist! Hier würd ich jedem Reisenden empfehlen vorbei zu schauen! Dort zelteten wir dann sogar mal ganze 3 Nächte am Stück legal auf einem Campingplatz gezeltet und mussten morgens nicht das Zelt abbauen und konnten sogar warm duschen! Dort hab ich auch mein erstes lebendiges Wombat gesehen und zweifelsohne die aller schönsten Strände, dich ich bis jetzt je gesehen habe! Whisky Bay klingt vielleicht nicht nach Simis Traumstrand, aber davon lass ich mich nicht abhalten ihn zu dem bisher beeindruckensten Strand aller zu ernennen! Er heißt übrigens so, weil dort mal ein Whiskyschiff kenterte! Hier habe ich dann auch noch (ganz wie man sich das an nem Traumstrand halt so immer träumt) die erste Australische Schlange gesehen! Und ich war echt total beeindruckt! Unglaublich geil anzusehen, wie die sich über den Strand bewegt ohne auch nur ein einziges Sandkorn zu verschieben! Gar nichts lässt auf eine Bewegung schcließen! Und dazu noch der schwarze Rabe der direkt neben der Schlange im Sand hockte und gekächtst hat, wie man sich das aus nem Film vorstellt! Ich war echt hin und her gerissen zwischen, ich mag näher ran, mehr sehen, ein besseres Foto machen können und AH ne Schlange! Kein Plan, wie schnell die sein kann, wie weit die plötzlich reichen kann, ob sie giftig ist und Ich will weg hier!

Aber ich will nich vergessen den Squeaky beach zu nennen. Der ist sooo lustig, dass ich zumindest erst mal Sand von ihm in meinem Gepäck habe! Der Sand quietscht nämlich besonders stark bei jeder Berührung mit ihm! Das klingt echt hammer lustig! Hier hab ich auch mit Flo, Steffen und einem Vater mit seinem Sohn Kricket gespielt! Ein sehr lustiges Spiel das viel mit Base Ball für nicht Könner gemeinsam hat. Beste Änderung, der Schläger ist flach und breit!

Tja und dann sollte uns nicht mehr viel von Melbourne trennen! Nur noch Phillips Island lag zwischen uns und unserem Ziel das ich gar nicht erreichen wollte, weil es nur bedeutete, dass dann wieder viel Einsamkeit, Sorgen und Aufgaben auf mich zukommen!

Aber Phillips Island sollte nochmal richtig toll werden! Bei meiner Einführungsveranstaltung in Sydney haben sie von der Insel erzählt und den dort lebenden kleinsten Pinguinen der Welt. Ich habe aber gedacht, dass ich da nie hinkommen werde! Naja, auf jeden Fall ist es super toll dort an der Küste zu stehen und am Horizont das Festland zu erahnen, während man von 9999999 Möwen umflogen wird! Und am Abend waren Flo und ich dann noch bei der weltberühmten Pinguin Parade. Bei Sonnenuntergang kommen hier jeden Abend 1500-2000 dieser Zwergenpinguine aus dem Meer zurück und müssen den Strand überqueren um in ihre Nistplätze zu gelangen! Und das kann man beobachten! Allerdings sind die bis zu 30 cm großen Pinguine super schüchtern und ängstlich, sodass sie, sobald sie den Strand erreicht haben erst 5000mal kurz raus laufen und dann sofort so schnell es geht ins Meer zurück springen! Nach und nach sammelt sich so dann eine Gruppe die zusammen schnellstmöglich über den Strand und die Böschung stolpert! Sie sehen schon super süß aus dabei!

Und mit der letzten und einzigen ganz, ganz dunkelschwarzen Campingaction auf einem Parkplatz war dann auch unsere letzte gemeinsame Nacht um und vor dem erreichen von Melbourne haben wir noch schön Adressen, Fotos und Handynummern ausgetauscht und die letzten km in die Stadt hinter uns gebracht!

Irgendwo im Nirgendwo

Irgendwo im Nirgendwo

Snowballfight

Am nächsten morgen holten mich die Jungs mit ihrem Nissan Petrol ab und wir fuhren in die Bibliothek um noch ein letztes mal freies Internet nutzen zu können. Dann lief ich zum Outdoorladen um dort mit „Or“ dem Israeli zusammen ein Zelt zu kaufen und Schuhe für mich zu kaufen. Mittag aßen wir zusammen am Straßenrand und nach einem letzten Stopp für Lebensmittel und Plastikbesteck ging es dann los! Die ersten super Naturpanoramas und Kängurus, Kakadus und Papageien begeisterten uns sehr! Unsere erste Nacht verbrachten wir im Nationalpark des ACT (Australien Capital Terretori), wo wir am nächsten Morgen von einem Ranger angetroffen wurden und dann doch eine Parkgebühr zahlten. Or und ich bauten trotz Gelächter von Flo und Steffen unser Zelt im Damenteil des Klohäuschens auf, wo es genug Platz für das Zelt gab und wir vor Wind und Regen geschützt waren. Und es hat sich gelohnt. Diese Nacht hat es mit dem Regen sehr gut gemeint! Weiter ging die Reise Richtung Snowy Mountains, wo wir am Rande des Mount Kosciuszko Nationalparks für 2 Nächte an einer Picknickarea unser Zelt wieder unter einer Hütte aufbauen konnten und 3 deutschsprachige kennen lernten, die mit uns am nächsten Tag eine ~25km Wanderung auf und um den höchsten Berg des Kontinents machten. Wir bestiegen zusammen den Mount Kosciuzko und ich war sehr, sehr glücklich, dass es wenigstens an dem Tag eine Regenpause gab, denn der Wind war kalt genug und so toll war ich nicht ausgerüstet mit 2 geliehenen Pullovern und meinem dicken Pullover und meiner Herbstjacke! Wir fühlten uns auch eher wie in der Antarktis als in Australien, denn der Australische Schnee, der da so rum lag und der Wind waren gefühlt noch viel kälter als jeder andere Schnee. Schließlich haben wir alle nicht erwartet in Australien eine Schneeballschlacht zu betreiben! Aber was war ein toller Tag und den Abend verbrachten wir nochmal am selben Picknickplatz! Dann ging nach einem halben Tag relaxen und nochmal Essen einkaufen der Offroadteil los. Leider schafften wir es nur bis zur anderen seite des Nationalparks, wo wir einen Fluss queren sollten, der tiefer war als die 65cm Wassertauglichkeit unseres Autos! Also Zelteten wir auf einem Stück Wiese am Rande des Nationalparks und fuhren am nächsten Morgen etwa 150km Umweg, eh wir uns auf der anderen Seite des Flusses wieder fanden. Bei etwa 25 L/ 100 km, die der kleine Panzer schluckt, spürt man so etwas doppelt. Auf dem weiteren Teil der Reise fanden wir noch einige Hütten in deren Schutz wir Zelteten. Außerdem ließen wir uns von unserem Israeli ein super Gericht namens „Schakschuka“ kochen und, ich hätte nie geglaubt, dass ich das auf meiner Reise einmal essen werde, wir kochten am nächsten Abend für ihn handgeschabte Spätzle mit Linsen, denn Flo und Steffen sind auch Schwaben! So spreche ich hier grad neben Deutsch auch Schwäbisch und ab und an Englisch! Die letzte Nacht haben wir auf einem Campingplatz verbracht, wo wir uns über Dusche und Waschmaschine gefreut haben und im Moment sitzen wir in der kleinen Bibliothek hier in der 320 Einwohnerstadt Omeo, wo es einen Rechner mit kostenlosem Internet gibt!
Unsere weitere Reise wird uns jetzt entlang der Küste nach Melborune führen und ich werde diese Zeit hoffentlich weiter mit so viel Glück verbringen, wie in den letzten 7 Tagen mit den 3 Jungs.
Mir geht es super und ich hoffe euch allen auch. Viel Spass beim Kommentare posten und bis bald!

Euer Simi

Parliament House

Da es mich von Sydney weg getrieben und auf eine WWOOFing-Farm nach Canberra getrieben hat, begann ich nach etwa einem Monat mit dem Reisen hier in Australien. Auf der Farm die 15 Minuten Autofahrt von Australiens Hauptstadt Canberra liegt, blieb ich jedoch nur wenige Tage. Ich zog dann in das angeblich einzige Hostel in der Hauptstadt und suchte daher auch nicht nach weiteren Unterkunftmöglichkeiten, obwohl ich für 2 Nächte dort 70$ zahlte!
Dann hatte ich nur wenig Zeit die, wie mir in Sydney alle gesagt hatten, total langweilige Hauptstadt anzuschauen und zu überlegen, wohin meine weitere Reise gehen soll. Den ersten Tag in Canberra habe ich sehr genossen und mir die super schöne Stadt angeschaut. Es mag vielleicht nicht die beste Partystadt sein, aber auf jeden Fall ist sie vom Stadtbild eine der aller schönsten Städte. Canberra wurde von einem Architekten direkt als Hauptstadt geplant und besteht aus zwei Ringen in deren Mitte die wichtigsten Regierungsgebäude stehen. Außerdem ist ein Zeitstrahl in der Stadt zu finden, der sich vom Australien War Memorial bis zum neuen Parliament House zieht! Die ganze Stadt ist sehr gemütlich durch viele Parks und Grünflächen und auch der Verkehr ist super ruhig im Vergleich zu Sydney! Am Abend des ersten Tages in Canberra sah ich dann im Hostel eine Anzeige zweier deutscher mit Offroadtruck die Mitreisende nach Melbourne suchten und verabredete mich mit diesen für den nächsten Morgen. Da ich an dem besagten nächsten Morgen 3 Busse verpasst habe, weil sie einfach an mir vorbei fuhren obwohl ich an der Bushaltestelle stand, musste ich später erfahren, dass die Busse hier nur auf Handzeichen stoppen! Aber was solls. Das Verpassen war ein riesen Glück! Denn ich lief dann zu Fuß los ins Citycenter und trampte! Nach einigen Minuten hielt dann auch wirklich eine super liebe Frau an. Suzanne nahm mich mit in die Stadt und wir erzählten über einiges und auch über meine Reise und meine Pläne. Als sie mitbekam, dass ich keinen guten Platz zum Wohnen habe, bot sie mir an bei ihr zu übernachten! Da ich noch eine Nacht im Hostel gezahlt habe tauschten wir Nummern aus und ich versprach mich zu melden. Dann traf ich mich mit Steffen und Florian, den zwei deutschen mit 4 Wheel Drive Truck und sicherte mir einen Platz auf der Offroadreise nach Melbourn! Wir nutzen dann gleich noch deren Klappmöbel für ein gemütliches Picknick an Canberras Straßenrand und besuchten anschließend das Film & Tonarchiv Canberra..
Am nächsten Morgen holte mich Suzanne sogar mit Auto an meinem Hostel ab und brachte mich zu ihr nach Hause. Dort wohnte ich dann für 2 Tage richtig gut! Ich lernte ihre 18 Jährige Tochter kennen, die selber schon seit 9 Monaten Mama ist, ihre 3 Schwestern und Vincens den Familienvater. Neben einem Schlafplatz hat mich die Familie auch super verköstigt und ich half so gut ich konnte um etwas zurück zu geben. So putzte ich zum ersten mal einen Pool, da keiner der Familie mehr Erfahrung darin hatte als ich, weil sie erst vor 4 Wochen in das Haus umgezogen sind, das einen Pool im Garten hat. Außerdem hatte Juanita, die junge Mama am selben Abend ihre Schoolfinishingdinnner und anschließend feierte der Jahrgang bei der Familie im Garten ihren Schulabschluss! So war ich dann auch noch Gast auf einer Australischen School is out Party und lernte einige 18jährige Australier/innen kennen. Am nächsten Tag zog ich nochmal in die City um dort das National Museum anzuschauen, was mal wieder kostenlos war und anschließend schaute ich mich in Outdoorläden um nach Schuhen und einem Zelt für den Trip. Am Abend stand fest, dass auch noch ein Israeli mit uns nach Melbourne fährt und ich verbrachte noch eine Nacht bei der Familie in Canberra, wo ich neben „Vegemite“ (Einem Brotaufstrich der eingetrocknetem Maggi ähnelt) und „Tim Tams“ (super leckeren australischen Keksen) auch noch Sousagesroles (geniale Partyverköstigung, Blätterteig mit Rindfleisch gefüllt) probieren durfte. Außerdem durfte ich die Buschtrommel der Familie mal wieder entstauben. Es waren super schöne Tage bei der Familie in Canberra. So Gastfreundliche Menschen habe ich bis dahin noch nie getroffen.